1350 km in drei Wochen

Es ist geschafft, die drei Wochen als Stadtradelstar aus Detmold sind vorbei. Drei Wochen ohne Auto sind schon sehr hart, aber auf der anderen Seite auch sehr schön. Man sieht Dinge, die man im Auto nie gesehen bzw. wahrgenommen hat, man richt die Natur, die man sonst nie riecht. Ich habe in den drei Wochen Tiere gesehen, die würde ich aus dem Auto nie sehen können, weil ich die meiste Zeit zu schnell unterwegs bin. Ich bin mir sicher, dass es sehr lange dauern wird, bis ich die drei Wochen vergessen habe. Das Ziel meiner Familie ist es, die Autos öfters stehen zu lassen und viel mehr Wege mit dem Fahrrad zu machen. So ist z.B. meine Frau meinem Beispiel gefolgt und ist mit dem Rad nach Gütersloh zur Arbeit gefahren. Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr Leute dazu animiert und motiviert habe, mir zu folgen.

1350 Kilometer in 21 Tagen mit dem Fahrrad zu fahren, sind auch nur möglich, wenn das Fahrrad auch zu 100% an den Fahrer angepasst ist. Jeder kennt es, das Kribbeln in den Händen, Füßen oder auch Schmerzen in Nacken oder Pöter, nicht wahr? Glaubt mir, es ist nicht normal, euer Fahrrad ist nur nicht perfekt auf euren Körper eingestellt. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit diesem Thema und habe auch schon sehr vielen Menschen helfen können und das waren nicht nur alles Sportler, sondern auch E-Bike Fahrer. Falls ihr die Probleme kennt, könnt ihr euch gerne bei mir melden, wir werden die Probleme beheben können.

Leider war in drei Wochen auch nicht immer alles gut, aber das ist, glaube ich, ganz normal. Wenn man 1350 km auf den Straßen unterwegs ist, kommt es immer wieder vor, dass manche denken, sie sind stärker, nur weil sie im Auto sitzen oder man wird einfach übersehen. Aber zum Glück ist bis jetzt in diesem Jahr alles gut gelaufen und es soll genau so weitergehen.

Ich bedanke mich bei der Stadt Detmold für das Vertrauen, mich als Stadtradelstar gewählt zu haben. Desweiteren muss ich mich auch bei meinem Chef Jörg Rolf und meinen Kollegen vom Vitalzentrum Kühlmuss & Grabbe bedanken, weil die meine Termine übernommen haben, die ich ohne Auto nicht ausführen konnte. Zu guter letzt, geht noch mein Dank an das Team von Alpecin, die es mir ermöglicht haben, eine Woche als Profi Kilometer zu sammeln.

Jetzt heißt es erst einmal ein wenig zu regenerieren, und dann werde ich ab nächster Woche fleißig Kilometer sammeln für meine Heimatstadt Bielefeld. Mit sportlichem Gruß 😉